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Animierte Film-Projektwoche

   
 

Nach zwei intensiven Arbeitstagen im Januar und Februar lagen vier Geschichten, zum Teil sogar Drehbücher vor, um in die Projektwoche einzusteigen. Vom 09. bis 13. März, noch bevor das Coronavirus auch vor uns nicht Halt machte, waren die Kinder gefragt, mit ihren Geschichten in die Welt der Animations- und Trickfilme einzutauchen.

 
 

 
 

Mit professioneller Begleitung durch Crossfade.tv galt es am ersten Tag, in den vier Gruppen, die Geschichten nochmals so prägnant zu kürzen, damit diese in den restlichen vier Tagen in einen Trickfilm umgesetzt werden konnten. Dies war nicht ganz einfach, da jede Gruppe bereits viel in ihre Handlung investiert hatte und nun einige Szenen massiv kürzen musste. Dies war aber ein wesentlicher Schritt, damit danach eine nachvollziehbare Animation erstellt werden konnte. Anhand von praktischen Beispielen zeigten uns die zwei Begleitpersonen von Crossfade wie Animationsfilme hergestellt werden. Schnell wurde ersichtlich, dass dies von allen ganz viel Ausdauer, Geduld und Feinmotorik benötigt. Dafür waren aus den ersten Beispielen tolle Resultate sichtbar, die alle Gruppen motivierte, ihre Geschichten mit der nötigen Technik in einen Trickfilm zu verwandeln.

 
   
 

Zuerst galt es sich in der Gruppe zu überlegen, was es alles benötigt, damit eine Animation ihrer Story überhaupt möglich wird. Schon bald wurden emsig Hintergründe für die Filme gestaltet, Figuren gezeichnet und gebastelt und weitere Utensilien hergestellt, die im Film vorkommen und parallel dazu besprach man weitere Details der Animation. Während diesem Prozess wurden Ideen kreiert, weiterentwickelt oder wieder verworfen. Nachdem alle Figuren, Hintergründe und Gegenstände bereit waren, wurde von Crossfade die Technik eingerichtet.

 
   
 

Jetzt nahm die Animation seinen Lauf. Eine Gruppe versuchte sich im 3D-Format, indem sie mit Knete und entsprechenden Hintergründe ihre Geschichte Schrittchen für Schrittchen verfilmte, bzw. fotografierte. Die anderen Gruppen benutzen die Legetechnik, indem ihre Figuren und Gegenstände Zentimeter um Zentimeter verschoben und wieder und wieder fotografiert wurden. Die Kinder waren hier enorm gefordert. Einige zeigten eine grosse Geduld und Motivation, wurden zum Teil richtig «gepackt» vom Erstellen des Trickfilms, andere gaben schneller auf und suchten die Abwechslung bei Gesellschaftsspielen.Auch die Erwachsenen waren gefordert, mit den Kindern aktiv im Filmprojekt unterwegs zu sein, aber es war auch faszinierend, was da mit der Zeit entstand. Motivation und Zuversicht holten alle immer wieder ein, wenn sie sich die bereits erstellte Animation zwischendurch anschaute.

 
 

 
 

Dank der grossen Erfahrung der zwei Personen von Crossfade und dem Engagement von Gross und Klein wurden Fortschritte bald ersichtlich und die Geschichten waren bis Ende Woche animiert fertiggestellt. Damit diese dann nicht still gezeigt werden, galt es zum Schluss, die Trickfilme mit der passenden Vertonung zu untermalen. Das Therapiezimmer verwandelte sich in ein kleines Tonstudio und jede Gruppe konnte ihren Animationsfilm anschauen und ihre Geschichte entsprechend vertonen. Es brauchte etwas Mut, passende Töne, Geräusche oder Sätze ins Mikrophon zu sprechen.

 
 

 
 

Die Projektwoche war schnell vorüber und alle Teilnehmenden konnten neue und interessante Erfahrungen sammeln, wie ein Animations- oder Trickfilm überhaupt entsteht und was es hierzu alles braucht. Die Resultate können sich aber sehen lassen und mit viel Stolz über das Vollbrachte konnte die Projektwoche erfolgreich abgeschlossen werden.

 
 

 
 

Nun liegen vier, mit viel Liebe hergestellte, fertige Animationsfilme vor und mit der aktuellen Situation des Coronavirus ist es auch für uns im Moment unklar, wie es weitergehen soll. Geplant wäre Ende Mai ein Filmlager mit der Produktion eines Realfilms. Der Höhepunkt wäre dann am 1. Juli, wenn zur grossen Filmpremiere eingeladen werden sollte. Es gilt nun abzuwarten und zu hoffen, dass unser Filmprojekt weitergeführt werden kann. Immerhin konnten wir noch die tollen Animationsfilme erstellen, welche sicher einmal in irgendeiner Form vorgeführt werden und so die Projektwoche in guter Erinnerung behalten werden kann.

 
  B. Imboden