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Schul-Projektwoche "Abfall"

   
 

„Die Olchis sind grün, haben Hörhörner und eine Knubbelnase, hausen auf der Müllkippe in Schmuddelfing und verspeisen alles, was ihnen zwischen die Olchi-Finger kommt.“ Mit der Erzählung „Die Olchis ziehen um“ starteten die Schüler der Stiftung Sonderschule Walde in die diesjährige Projektwoche zum Thema „Abfall und Recycling“. Die Quintessenz war, dass wir es eben nicht so haben wollen, wie die Olchis auf ihrer Müllkippe. Wir wollen mit Abfall wieder etwas Neues gestalten, aber uns auch damit beschäftigen, was mit unserem Abfall überhaupt passiert. Die Lehrpersonen haben für die Projektwoche ein attraktives und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

 
     
   
     
 

Während der ganzen Woche beschäftigten wir uns in verschiedenen Workshops damit, Abfallprodukte wieder zu verwerten. Die Kinder wurden dazu in drei Gruppen eingeteilt und konnten so alle angebotenen Workshops besuchen. Motiviert schnitten, klebten, formten und malten sie sich durch die Woche. So entstanden aus Dosen wunderschöne Kronen, aus alten Büchern tolle Kunstwerke und aus Pet-Flaschen lustige Tiere. Aus Tetrapak wurden kleine Portemonnaies gemacht, aus Nespresso-Kapseln edle Schmuckstücke hergestellt und mit dem Kaffeesatz wurde ein interessantes Bild gemalt. Mit viel Fantasie, Freude und auch Ausdauer gingen die Schüler an die Arbeit und konnten feststellen, dass auch mit Abfall wunderschöne Dinge gestaltet werden können. Manchmal tat ein Finger weh, da er zu viel Heissleim abkriegte oder das Hämmern auf die Kaffeekapseln war im ganzen Haus zu hören.

 
     
   
     
 

Das besondere Highlight der Woche waren die Ausflüge am Dienstagvormittag. Jede der drei Gruppen besuchte eine Entsorgungsstelle. Eine Gruppe reiste nach Buchs in die Kehrichtverbrennungsanlage, eine andere Gruppe besuchte die Abwasserreinigungsanlage in Schöftland und die dritte Gruppe traf man im Recycling-Paradies in Reinach an. Gespannt und interessiert lauschten die Kinder den Verantwortlichen der Entsorgungsstellen zu, stellten Fragen und schauten sich alles an. Wieder zurück an der SSW wurde dann am Mittwoch von jeder Gruppe eine Präsentation über ihren Besuch erstellt, welche dann am Freitagvormittag vor den anderen Gruppen und den Mitarbeitenden der SSW zum Besten gegeben wurde. Statt dem üblichen Turnunterricht am Dienstagnachmittag konnten die Kinder sich in Stafetten, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, aber auch in Konzentration üben. Dabei wurden nur Mittel benutzt, die sonst als Müll im Abfall landeten.


 
   
     
 

Am Donnerstagnachmittag fanden keine Workshops statt. Eine interessante Präsentation über die Geschichte des Abfalls zeigte auf, dass bereits 6500 vor Christus Abfälle in feste und flüssige Bestandteile getrennt wurden. Die Abfallentsorgung entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter und so fuhren 1932 die ersten Entsorgungsfahrzeuge, ähnlich der heutigen Müllabfuhr, durch die Strassen. Nach der Präsentation wurden dann in Gruppen verschiedene spannende Müllspiele gespielt.

 
     
   
     
 

Am Freitagvormittag war es dann soweit, jede Gruppe präsentierte ihre Erkenntnisse und Beobachtungen von ihrem Ausflug mit toll gestalteten bildlichen Darbietungen. Es war erstaunlich, wie viel die Schüler von ihren Besuchen noch wussten und fast alle Fragen der Zuhörenden beantworten konnten. Alles in Allem war es eine ereignis- und lehrreiche Woche. Die Kinder waren motiviert, machten gut mit und durften am Freitagnachmittag mit vielen tollen Bastelarbeiten ins wohlverdiente Wochenende entlassen werden.

 
     
   
     
  S. Eichenberger