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SSW-Herbstfest als besonderes Erlebnis

 

 

Die Vorbereitung für unser traditionelles, internes Herbstfest lag in diesem Jahr am 26. Oktober in den Händen der Kinder. Unterstützt wurden sie dabei vom Hauswirtschaftsteam und der Sekretärin.

 
   
 

Nach einem stärkenden Zvieri im Pavillon ging die Hälfte der Kinder in die Küche. Unter Anleitung unserer zwei Köchinnen begannen sie mit dem kneten des Brotteigs. Dieser brauchte ja Zeit um aufzugehen, daher musste er zuerst gemacht werden. Zum Dessert waren Cupcakes vorgesehen. So wurde der Teig zusammengerührt und mehr oder weniger gekonnt in Backförmchen verteilt. Auch eine gespenstisch grüne Creme wurde als Füllung für die Küchlein vorbereitet.

 
   
 

Draussen standen die Kinder vor der Aufgabe, aus einem Harass mit Äpfeln Saft zu pressen.  Dazu standen zwei urige Mostpressen bereit. Mit Unterstützung der Sekretärin und der Reinigungsfachfrau wurden die Äpfel dafür zuerst geraffelt und danach in die Pressen gefüllt. Die Kinder waren mit Eifer und Ausdauer am Rüsten und Raffeln. Beim Pressen wechselten sie sich ab und halfen sich gegenseitig, da es doch ziemlich Kraft in den Oberarmen benötigte. Gespannt beobachteten sie wie der köstliche Saft zu fliessen begann und Krug um Krug gefüllt werden konnte.

 
   
 

Nach einer Stunde wurden die Positionen und Aufgaben gewechselt. So kamen die Einen nach draussen und die Anderen gingen nun in die Küche um dort weiter zu arbeiten. Jetzt musste der Kürbis für die Suppe gerüstet und geschnitten werden. Nebenan wurden die Brötchen geformt und gebacken. Dabei offenbarten sich einige Bäcker-Talente. Nun konnten die Cupcakes fertiggestellt werden. Die grüne Creme wurde auf die Küchlein gespritzt und danach ein Lolli hineingesteckt. Darüber wurde ein weisses Nachthemd aus Fondant gelegt. Zwei braune Augen wurden aufgetupft und fertig war das kleine Gespenst, bzw. das Herbst-Dessert. Draussen wurden die letzten Äpfel gerafft und gepresst, damit der süsse Apfelsaft beim bevorstehenden Essen genossen werden kann.

 
 


 
 

Die Zeit verging wie im Fluge, die Kinder gingen in die Wohngruppen um zu duschen und sich für das Fest umzuziehen. Warme Kleidung war angesagt, da es auch an diesem schönen Herbsttag, nach Sonnenuntergang kühl wurde. Um 18.00 Uhr versammelten sich alle wieder im Pavillon. Die Tische waren herbstlich aufgetischt und dekoriert. Voller Stolz setzten sich die Kinder an den Tisch und freuten sich auf ihr eigenhändig vorbereitetes Nachtessen. So schmeckte die selbst gerüstete Kürbissuppe besonders gut, aber auch die Würstchen und die noch warmen Kürbiskernbrötchen dufteten herrlich. Der feine, fruchtige Geschmack des frisch gepressten Apfelsafts rundete dieses köstliche Mahl ab.

 
   
 

Inzwischen war es dunkel geworden und die mit Efeu, Hagebutten, Teelichtern und roten Aepfeln dekorierten Tische zauberten eine heimelige, friedliche Stimmung, in der wir uns geborgen fühlten. Obwohl wir ja nur den Herbst und nicht gerade Halloween feierten, wurde es nun doch noch etwas gespenstisch. Eine Köchin las im Schein der Taschenlampe eine Geschichte vom Gespenst Kunibert vor. Dieser war der Schrecken seiner Mutter Kretze, die eine richtig böse Hexe mit krummem Buckel und Warzen im Gesicht war. Kunibert aber war lieb. Er benutzte seinen Besen nur zum Fegen und nie zum Fliegen. Und nun stand auch noch die grosse Hexenprüfung an, die er wieder gründlich vermasseln würde. Nach gespanntem Zuhören wurden danach die zum Dessert liebevoll zubereiteten Gespenstli, mit Wonne genossen. Das Herbstfest ging dem Ende zu und die Kinder zogen sich gesättigt, zufrieden in ihre Zimmer zurück, vielleicht mit Gedanken noch bei dem braven Hexenkind Kunibert.

 
 
H. Jost