In unserer diesjährigen Projektwoche drehte sich im Schulbereich alles um «Prima Klima». Gemeinsam haben wir in der Woche im März 2026 entdeckt, was «Klima» alles bedeuten kann: Wir haben gespielt, geforscht, gebastelt, gelernt und Neues ausprobiert. Genauso wichtig war uns, dass sich alle wohlfühlen, gerne zusammen sind und ein gutes Miteinander erleben. Denn nur wenn die Stimmung stimmt, ist das Klima wirklich «Prima»!

Zum Start gab es den ganzen Montag einen bunten Strauss an Spielen. Die Kinder puzzelten, tanzten, liessen sich blind führen, stellten sich nach dem Alter auf oder errieten pantomimisch Begriffe. Auch Spiele wie «Eisbär auf seiner Scholle» oder das Finden von Gegenständen unter Hütchen sorgten für viel Spass. Dabei merkten wir: «Prima Klima» entsteht nicht von allein, sondern durch Rücksicht, Geduld und Aufmerksamkeit füreinander.

Am zweiten Tag ging es in unseren Bastelworkshops ans «Prima Klima». In verschiedenen Schulzimmern wurde in Gruppen emsig gearbeitet. So konnten Bausätze zusammengesetzt werden, die mit Solarenergie betrieben werden konnten oder alten PET-Flaschen ein neues Leben geben indem Autos entstanden, die mit Windkraft über Luftballons oder Propeller angetrieben wurden oder die Kinder beschäftigten sich mit dem Thema Korallensterben.

Dabei entstand ein farbenfrohes Gemeinschaftsbild. Überall halfen sich die Kinder gegenseitig, so entstanden nicht nur tolle Ergebnisse, sondern auch das gemeinsame Arbeiten trug spürbar zum «Prima Klima» bei.

Am Mittwoch machten wir ein kleines «Reisli» mit dem Postauto zur Kläranlage ARA Schöftland. Dort erfuhren die Kinder, wie unser Abwasser wieder sauber wird. Zuvor gab es feine Weggli, denn später bei den besonderen Düften hätten vermutlich manche keinen Appetit mehr gehabt. Die Kinder staunten, als sie hörten, dass das «Geschäft» vom WC der SSW bis zur Kläranlage etwa 1,5 Stunden unterwegs ist.

Die Mitarbeitenden erklärten anschaulich, wie das Wasser mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt wird. Im Schaukasten gab es dann allerlei Überraschungen zu sehen, welche nicht im WC landen dürfen wie Spielzeugautos, Portemonnaies, Werkzeuge, Windeln, Golfbälle, Geld und sogar Handys!

Am vorletzten Tag erkundeten wir zu Fuss die Region Schiltwald, um herauszufinden, woher unser Wasser eigentlich kommt. Der Brunnenmeister zeigte uns verschiedene Quellen, Brunnstuben und Reservoirs und erklärte den Weg des Wassers, bevor wir es nutzen können.

Nach einer kleinen Stärkung mit Sandwiches und Spielen im Wald folgten die Kinder in kleinen Gruppen den kleinen Quellen und Bächlein, die wenige hundert Meter später in unser Ruederchen münden und auf eine lange Reise ins Meer gehen. Dabei entdeckten sie sogar einen alten Autoreifen! Gemeinsam gruben sie ihn aus und schleppten ihn zurück zur Schule. Ein tolles Beispiel dafür, wie sie fürs Klima aktiv waren und gleichzeitig wunderbar zusammenarbeiteten.

Am letzten Tag, am Freitag liessen wir die Projektwoche ruhig ausklingen. Die Kinder spielten noch «Klima-Spiele» und schauten einen Film zum Thema «Korallen retten», sprachen über das Gelernte und teilten die Erlebnisse der Woche, was ein schöner Abschluss voller neuer Eindrücke bildete.

Auf die Frage, was die Kinder an Neuem gesehen oder gelernt haben, kamen folgende Antworten:
„Unter dem Mikroskop habe ich gesehen, wie ‘Insekten’ Bakterien fressen.“
„Wir haben gesehen, wo das Trinkwasser gespeichert wird.“
„Dass das Wasser draussen sehr kalt war! „
Auf die Frage, welches Erlebnis den Kindern besonders gefallen hat, kamen folgende Antworten:
„Keine Hausaufgaben! „
„Die Kläranlage und der Waldausflug. „
„Im Wald haben wir einen Autoreifen gefunden und zur Schule gebracht. Wir haben ihn geputzt und wollen etwas daraus bauen.“
„Das Basteln war cool.“

D. Schwendner