Bei der Planung des Waldnachmittags, den jeweils Hauswirtschaftsteam und die Administratorin zusammen mit den Kindern durchführen, herrschten noch Sonnenschein und warme Temperaturen.

Ein leiser Einwand was tun wir, wenn es regnet oder gar schneit bestätigte sich, als genau das stärkste Hoch endete und für unseren Waldnachmittag sich Sturmwind, Regen und sinkende Temperaturen ankündigten. Ein schnell erstellter Plan B eine Schnitzeljagd kam deshalb zum Zuge.

Bei noch trockenem Wetter versammelten sich am Mittwoch, 25. März um 13.30 Uhr alle Kinder und das HW/Admin-Team beim Pavillon und wurden über den Nachmittag informiert. Doch es fehlten drei Kinder und eine Köchin. Wo waren diese?

Mit den Autos fuhren die noch Anwesenden nach Reinach. Bei einem Bauernhof wurde parkiert und die nähere Umgebung nach Spuren abgesucht, was aber bei dem strömenden Regen und starken Wind gar nicht so einfach war. Eine erste Fährte konnte erahnt werden und mutig folgte die ganze Gruppe dieser. Bei ersten Verzweigungen zeigten Pfeile mal in diese oder dann in die andere Richtung. Oh nein, eine falsche Fährte, also wieder zurück zur Strasse und weiter, bis die Richtung wieder klar ersichtlich war.

So folgte die Gruppe den Pfeilen aus Sägemehl bis auf ein offenes Feld, wo uns ein Klima mit einem zügigen und kalten Wind den Regen ins Gesicht blies. Aber sie blieben hartnäckig und folgten den gelegten Spuren. Die Freude war gross, als die ganze Gruppe beim Ziel ankam und in die warme Scheune flüchten konnten. Breit grinsend erwarteten uns dort die zu Beginn vermissten Köchin und die drei Jungs.

Die nassen Kleider konnten am bereitgestellten Ofen getrocknet werden und die Wärme liess die klammen Finger und die roten Nasen schnell vergessen. Die Scheune bot ein Abenteuerspielplatz an mit Tannzapfenschiessen, Wald-Tiermemory, oder «Tast»-Spiel, welche mit viel Spass in Kleingruppen gespielt wurden.

Dazwischen wurden alle Anwesenden mit frischen Brötchen und Gemüse gestärkt und ein alter Traktor wurde bald interessant.

Bei der letzten Aufgabe war dann von allen Gruppen Kreativität gefordert. Der Auftrag war mit unterschiedlichen Waldutensilien schöne Bodenbilder zu gestalten. Mit viel Fantasie entstanden der magische Wald mit Herz, ein Muschelland, der Meer-Wald und das Tropische Seeland.

Als es schliesslich Zeit für den Rückweg wurde, war der Sturm draussen fast vergessen. Auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hatte, zeigte dieser Nachmittag deutlich, dass mit der richtigen Einstellung, einem guten Plan B und einem warmen Zielvor Augen selbst ein verregneter Sturmtag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.

M. Müller